Fehlbiss bei einem Bernhardiner
Bei einem Bernhardiner wurde eine Haaranalyse durchgeführt, die überraschend ergab, dass der Hund einen Fehlbiss hat. Der Therapeut hatte das Tier vorher nicht gesehen. Allein die Haare des Hundes wurden ins Labor geschickt, ohne zusätzliche Angaben. Bei der Ergebnisbesprechung war der Hundehalter erstaunt über den Befund und erkannte sofort, warum sein Hund seine Knochen stets „komisch“ zerkaut.
Radioaktive Belastung und Hitzeschaden
Bei einer Haaranalyse, die ein Hundehalter einreichen ließ, zeigte das Ergebnis ungewöhnliche Befunde: Hinweise auf radioaktive Belastung und Hitzeschäden. Der Therapeut war davon so irritiert, dass er die Untersuchung wiederholen ließ – das Ergebnis blieb gleich.
In der anschließenden Besprechung stellte sich heraus, dass es sich bei dem Tier um einen Sprengstoffspürhund handelt, der in radioaktiv belasteten Gebieten eingesetzt wird und vor drei Jahren Einsätze in Mali mit Außentemperaturen von bis zu 59 °C hatte. Durch eine anschließende Therapie konnten die festgestellten Schäden erfolgreich behandelt werden.
Kastration und Geburtsschaden
Eine Hundebesitzerin gab Haare ihres Hundes zur Analyse, einfach um zu sehen, wie der aktuelle Zustand des Hundes ist. Ohne vorliegende Informationen über den Hund ergab die Analyse Hinweise auf ein Geburtstrauma. Außerdem zeigte sich, dass eine Operation stattgefunden hatte, die nicht optimal verlaufen ist. Beides wurde von der Besitzerin bestätigt. Zum Geburtsverlauf gab es bereits vor einigen Jahren eine entsprechende Einschätzung durch den Tierarzt. Die Operation war eine Kastration.
Blutungsanämie (Störung des Sauerstoffgehalts)
Eine langjährige Kundin ließ für ihren Hund eine Analyse durchführen. Das Ergebnis ergab eine akute Blutungsanämie — also eine deutliche Verringerung der roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind. Bei einer solchen Ausprägung kann der Hund unter Belastung nahezu zusammenbrechen, weil der Körper nicht mehr ausreichend funktioniert. Die Besitzerin bestätigte, dass ihr Hund bereits zweimal fast in Ohnmacht gefallen sei, weil er überfordert war.
Dieser Hinweis und eine kleine Therapie waren für die Hundebesitzerin sehr wertvoll.
Würmer und Wirbelsäule
Ein Rüde zeigte auffälliges, eingeschränktes Verhalten und wirkte weniger agil als sonst. Die Halterin veranlasste eine Haaranalyse, die ihre Beobachtung bestätigte: Der Hund war verwurmt und wies bakterielle Belastungen auf. Außerdem waren an der Wirbelsäule mindestens zwei Blockaden erkennbar (7. Halswirbel und 3. Lendenwirbel). Nach einer entsprechenden Therapie verbesserte sich der Zustand des Hundes deutlich.
Hepatitisvirus und Hitzeschaden
Eine besorgte Hundebesitzerin stellte fest, dass ihr Hund schlecht fraß und das normale Bewusstsein beeinträchtigt wirkte. Eine Haaranalyse bezüglich des Hundes ergab eine Infektion mit dem Hepatitis-Virus. Die Symptome bestätigten diesen Befund. Außerdem zeigte die Analyse eine starke Hitzeempfindlichkeit: offenbar hatte der Hund vor längerer Zeit, vermutlich kurz nach der Geburt, durch Infrarot- bzw. Wärmelampen einen Hitzeschaden erlitten. Gegen das Virus wurde eine passende Therapie empfohlen. Nach knapp einer Woche erholte sich der Hund vollständig und war wieder fröhlich.
Fraktur des Schultergelenks und Eisenmangel (wahrscheinlich) durch Blutverlust
Ein kleiner Hund wirkte müde und hatte kaum Appetit. An manchen Tagen lief er am Napf vorbei, ohne ihn zu beachten. Eine Haaranalyse des Hundes brachte schockierende Befunde für den Therapeuten: starker Eisenmangel und eine Fraktur im Schultergelenk. Auf Nachfrage bestätigte die Besitzerin, dass der Hund kürzlich „unters Pferd“ gekommen sei — das Pferd habe den Hund weggesprungen bzw. weggetreten, was zunächst harmlos schien, aber offenbar den Bruch verursacht hat. Die Fraktur führte vermutlich zum Blutverlust und damit zum ausgeprägten Eisenmangel. Nach einer gezielten Therapie erholte sich der Hund und es geht ihm heute sehr gut.